Weinberge als Symbol für nachhaltiges Wachstum sind das Erkennungszeichen der Stiftung
Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes feierte die Evangelische Markus-Gemeinde, Schönberg, am 5. Dezember 2010 den zweiten Geburtstag der Kronberg Stiftung. Eingeladen waren Gemeindemitglieder, Freunde und Förderer der Stiftung, die anschließend in gemütlicher Atmosphäre mit einem Glas „Burgtropfen“ auf die Erfolge aus dem vergangenen Jahr anstoßen konnten. Der Zufall wollte es, dass die Zahl zwei am Tag der Jubiläumsfeier eine große Rolle spielte: Der zweite Geburtstag der Kronberg Stiftung fiel auf Sonntag, den zweiten Advent. Gleich zwei Pfarrer gestalteten den Gottesdienst gemeinsam: Während Gemeindepfarrerin Anita Nowak-Neubert den Gottesdienst leitete, überließ sie es ihrem Gast, Herrn Dekan Eberhard Kühn, die Predigt zum Adventsthema „Verkündigung“ zu halten.
Auf weit mehr als 200.000 Euro Stiftungskapital hat es die Kronberg Stiftung inzwischen gebracht, insgesamt 266.000 Euro. Über eine Zustiftung in Höhe von 20.000 Euro konnte sich der Stiftungs-Vorstand vor Kurzem ganz besonders freuen. Auf eigenen Wunsch möchte die Stifterin jedoch lieber anonym bleiben. In seiner Predigt lobte Eberhard Kühn das besonders gute Wirtschaften des Stiftungs-Vorstandes; die Kronberg Stiftung sei im Januar nicht nur „Stiftung des Monats“ geworden, sondern habe auch den Matching-Fund-Preis der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN) gewonnen.
Weiter dankte Kühn auch all denjenigen, die das Gedeihen der Stiftung erst durch ihr persönliches Engagement möglich gemacht hätten. Mit der Stiftung habe die Markus-Gemeinde ein Instrument geschaffen, das dem aktuell vorherrschenden Zeitgeist, dem „chronischen Mangel an Dauer“, langfristig entgegen wirken könne. Kühn mahnte die Flüchtigkeit des Augenblicks an, für viele lägen „die Dinge morgen schon wieder ganz anders als heute“. Gerade in der Adventszeit ginge es aber um das Kommen, das Ankommen - und schließlich - das Bleiben: „Das Kommen Gottes ist nicht nur ein flüchtiges Hallo“, sagte Kühn. Dieser Flüchtigkeit habe die Markus-Gemeinde etwas entgegen gesetzt: Sie hat eine Stiftung gegründet! Damit habe man in Schönberg sowohl an morgen, als auch an Übermorgen gedacht. Denn mit einer Stiftung könnten nicht nur materielle Dinge erworben, sondern Werte geschaffen werden, „an die man sein Herz verschenken“ möchte. Diese hätten über den zweiten Advent 2010 hinaus Bestand, zum Beispiel am zweiten Advent 2011 oder auch 2110. Kühn schloss die Predigt mit den Worten: Für den Fisch ist das Wasser das Element, für die Christen ist es der Friede Gottes. Musikalisch untermalt wurde der Jubiläumsgottesdienst durch die Frankfurter Harfenistin Christine Strubel, die aus Werken von Britten, Godefroid und C. P. E. Bach spielte.
Die Vorstands-Vorsitzende der Kronberg Stiftung, Anne-Catrien Pues, wagte am Ende des Festgottesdienstes einen Blick in die Zukunft: „Was macht ein Kind in seinem dritten Lebensjahr?“, fragte sie: Es gehe erste Schritte, schließe Freundschaften und arbeite am Aufbau größerer Netzwerke. Pues: „Mit dieser, den Kindern eigenen Kreativität und Spontaneität, will die Kronberg Stiftung sowohl die laufenden, als auch neue Projekte im kommenden Jahr vorantreiben“.