Pfarrer Wolfgang Prawitz (2. v. re.) und Kirchenrat Uwe Koß (re.) übergeben Anita Nowak-Neubert, Pfarrerin der Markus-Gemeinde Schönberg, und dem Kirchenvorstandsvorsitzenden Dr. Axel Gollnick die Urkunde für das erfolgreiche Fundraising-Konzept.Im Rahmen des Kirchenvorstandstags der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN) am 29. September 2009 in Wiesbaden wurde die Evangelische Markus-Gemeinde Schönberg mit einem besonderen Preis geehrt. Zusammen mit acht weiteren Gemeinden erhielt Pfarrerin Anita Nowak-Neubert eine Urkunde aus den Händen von Pfarrer Wolfgang Prawitz, Erster Vorsitzenden des Ausschusses Fundraising-Preis und Matching-Fund der EKHN.
„Hier geht es ja nicht nur um das Geldeinsammeln, sondern auch darum, Menschen zu finden, die sich in die Kirchenarbeit einbringen“, sagte Prawitz. Zum dritten Mal hatte die EKHN ihre 1175 Kirchengemeinden 2008 zu einem sogenannten Bonifizierungsprogramm eingeladen. Mit dem Programm sollen Kirchengemeinden, Gemeindeverbände und Dekanate dauerhaft motiviert werden, externe Mittel einzuwerben, um die Finanzierung der Kirchenarbeit von den Kirchensteuereinnahmen unabhängiger zu machen.
Zu diesem Zweck hatte die Kirchenleitung eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt, die den Preisträgern nach dem Schlüssel „Drei zu eins“ zur Verfügung gestellt werden sollten. Da 2008 jedoch 145 Gemeinden als „preiswürdig“ anerkannt worden waren, lag die Bezuschussungs-Quote nicht bei 3 zu 1, sondern bei rund 9 zu 1. Im vergangenen Jahr konnten insgesamt 711.700 Euro als Drittmittel eingeworben werden, die mit 480.000 Euro von der EKHN bezuschusst wurden. Die verbliebenen 20.000 Euro wurden unter jenen neun Kirchengemeinden aufgeteilt, die nach Aussagen von Uwe Koß, Pfarrer im Büro für Fundraising und Sponsoring der EKHN, „besonders gut“ gewirtschaftet haben. „Nach ausführlicher Analyse der Gemeinderessourcen hat die Markus-Gemeinde beschlossen, eine Stiftung zu gründen. Um potentielle Stifter persönlich anzusprechen, wurde eine repräsentative Stiftungsmappe entwickelt“, sagte Wolfgang Prawitz bei der Preisverleihung. Auf diese Weise sei im ersten Jahr ihres Bestehens bereits eine beachtliche Summe an Zustiftungen zusammengekommen, die mit rund 13.000 Euro bonifiziert wurden. Dieses Ergebnis wurde schließlich mit dem EKHN-Fundraising-Preis von 2000 Euro belohnt.
Prawitz lobte die Markus-Gemeinde, dass sie ihr Fundraising-Konzept auf eine „so gute Analyse des Umfelds“ aufgebaut und eine Stärken-Schwäche-Analyse erstellt habe. Stellvertretend für Markus-Gemeinde und Kronberg Stiftung nahmen Pfarrerin Anita Nowak-Neubert und Kirchenvorstandsvorsitzender Dr. Axel Gollnick die Urkunde entgegen. „Auf die hohe Bonifizierung und den Preis sind wir wirklich sehr stolz“, freute sich die Vorsitzende der Kronberg Stiftung, Anne-Catrien Pues. Gegenwärtig finanziert die Stiftung zwei laufende Projekte: Den Fahrdienst zu den sonntäglichen Gottesdiensten und – teilweise - das Schönberger Forum. Ein drittes Projekt im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit ist derzeit in Vorbereitung. Außerdem hat die Stiftung den Ausbau derKindertagesstätte Rappelkiste finanziell unterstützt.